von Nick Lüthi

«Es ist nicht alles festbetoniert. Die Dinge können und sollen sich entwickeln.»

Seit Mitte März arbeitet Nathalie Wappler als Direktorin von Schweizer Radio und Fernsehen SRF. Im ersten Interview seit ihrem Stellenantritt spricht die frühere SRF-Kulturchefin über laufende und kommende Projekte, die das Gesicht des Medienunternehmens verändern werden. Besonders beim Radio sieht Wappler grosses Ausbaupotenzial, sei es mit einem neuen Newsroom-Radio oder mit einer Audiothek im Netz.

MEDIENWOCHE:

Seit einem Monat arbeitest du wieder bei SRF. War das für dich eine Rückkehr oder eine Neuankunft?

Nathalie Wappler:

Es ist beides. Zum einen bin ich heute tatsächlich zum ersten Mal wieder im Studio Bruderholz in Basel. Ich kenne die Leute noch, ich kenne die Büros. Das ist ein heimeliges Gefühl. Auf der anderen Seite ist es ein Neuankommen. Die zwei Jahre in Deutschland haben mich doch sehr geprägt und auch verändert.

MEDIENWOCHE:

Was hat sich bei SRF verändert während deiner Abwesenheit?

Nathalie Wappler:

Da sind vor allem die grossen Projekte, die allmählich Gestalt annehmen. Der Neubau in Basel ist fertig gebaut und bezugsbereit. Die Pläne kannte ich und habe das Projekt in den Anfängen begleitet, aber jetzt steht es da. Oder auch der Newsroom und die Radiohall in Zürich. Wenn man das dann so sieht, sind das alles Projekte, die SRF zu einem anderen Unternehmen machen werden als heute. Jetzt geht es darum, die Projekte gut auszugestalten.

MEDIENWOCHE:

In deinen ersten Wochen als SRF-Direktorin hast du die verschiedenen Standorte besucht. Heute bist du in Basel. Welche Fragen brennen den Mitarbeitenden auf der Zunge?

Nathalie Wappler:

Was Journalisten immer beschäftigt, ist das Programm. Viele kommen zu mir und sagen: Ich habe noch eine Idee. Sie wollen von mir wissen, was ich dazu finde. Es freut mich sehr zu sehen, wie viele extrem engagiert sind.

«Mir ist bei meiner Arbeit in Deutschland bewusst geworden, wie wichtig der Service public ist.»

MEDIENWOCHE:

Die letzten zwei Jahre hast du als Programmdirektorin beim Mitteldeutschen Rundfunk MDR in Halle gearbeitet. War das für dich ein «Trainingslager» für den Chefposten bei SRF?

Nathalie Wappler:

«Trainingslager» klingt so, als hätte ich das nur gemacht, um mich auf die nächste Aufgabe vorzubereiten – so war es nicht. Die Zeit beim MDR war eine extrem wertvolle Erfahrung. Ich möchte keinen Tag meiner Zeit in Halle missen. Wäre dieser Job nicht gerade jetzt zu besetzten gewesen, hätte ich das gern auch noch länger gemacht.

MEDIENWOCHE:

Was hast du vom MDR mitgenommen?

Nathalie Wappler:

Mir ist vor allem bewusst geworden, wie wichtig der Service public ist. Das Sendegebiet des MDR umfasst die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Das ist flächenmässig etwa so gross wie die ganze Schweiz. Mir ist dort wirklich bewusst geworden, wie stark die Polarisierung der Gesellschaft schon fortgeschritten ist, viel stärker als ich das erwartet hätte. Ich habe das jeden Tag gespürt. Man sieht viel mehr prekäre Verhältnisse. Das fährt schon ein. Es gibt Dörfer, wo noch in zwei, drei Häusern Leute leben. Und denen hört kaum jemand mehr zu. Zeitungen gibt es auch immer weniger. Der MDR übernimmt da eine wichtige Funktion und ist für die Menschen im Sendegebiet da.

MEDIENWOCHE:

Wie seid ihr auf diese Leute zugegangen?

Nathalie Wappler:

Um ein Beispiel aus der Programmdirektion in Halle zu nennen: Wir sind mit dem MDR-Sinfonieorchester manchmal in kleinerer Formation aufs Land rausgefahren, um dort auch vor wenig Publikum zu spielen. Die Leute waren extrem dankbar, wenn wir kamen. Es gab zwar nie einen vollen Saal. Aber wir haben es gemacht, weil es wichtig ist. Diese Eindrücke beschäftigen mich extrem. Institutionelle Einrichtungen haben es heute schwerer, und man muss Acht geben auf sie: Sie können schneller kaputt gehen, als sie wieder aufgebaut sind.

MEDIENWOCHE:

Während du in Deutschland warst, fand in der Schweiz die «No Billag»-Abstimmung statt. Wie hast du die Debatte aus der Ferne beobachtet?

Nathalie Wappler:

Wir haben jeden Tag auf die Schweiz geschaut. Jeden Tag. Wir haben alles gelesen. An den Sitzungen der ARD war das immer ein Punkt: Was machen sie in der Schweiz? Wie gehen sie damit um? Wir haben das immer stark diskutiert. Uns wurde mit Blick auf die Schweiz auch bewusst, wie stark wir erklären müssen, was wir tun, was wir für die Gesellschaft machen.

«An den Rahmenbedingungen kann ich nichts ändern. Aber es gibt in allen Projekten Gestaltungsspielraum.»

MEDIENWOCHE:

Dein Stellenantritt fiel mitten in ein laufendes Sparprogramm bei SRF. Vieles ist bereits entschieden. Musst du jetzt einfach ausführen, was andere vor dir beschlossen haben?

Nathalie Wappler:

An den Rahmenbedingungen kann ich nichts ändern. Aber es gibt in allen Projekten genügend Gestaltungsspielraum, den ich nutzen will. Wichtig ist, dass wir trotz der vielen Projekte weiterhin ein gutes Programm machen.

MEDIENWOCHE:

Ein Entscheid, der intern und extern auf grosses Unverständnis stiess und weiterhin stösst, ist die Verlegung der Radioinformation von Bern nach Zürich. Du hast kürzlich auch das Studio in Bern besucht. Wie war die Stimmung dort?

Nathalie Wappler:

Ich ging bewusst als erstes nach Bern, weil es da am meisten Unruhe gibt. Ich habe den Tag dort als extrem gut empfunden. Natürlich habe ich auch Ängste wahrgenommen. Die einen sind unzufrieden, weil es nicht schnell genug geht mit dem Umzug, die anderen haben Angst wegen der Ungewissheit, was mit ihnen und der Radioinformation geschieht. Handlungsleitend ist für mich das publizistische Konzept, das Fragen zur Weiterentwicklung des Audioangebots klärt.

«Die Schweiz ist ein kleines Land und die Medienvielfalt ist wirklich ein hohes Gut. Dazu wollen wir auch mit getrennten Chefredaktionen beitragen.»

MEDIENWOCHE:

Es gibt die Befürchtung, dass die Radio- und TV-Information, wenn sie räumlich zusammengelegt werden in Zürich irgendwann auch von einer gemeinsamen Chefredaktion geführt werden. Heute sind sie getrennt. Wie lange bleibt das so?

Nathalie Wappler:

Solange ich Direktorin bin. Die Schweiz ist ein kleines Land und die Medienvielfalt ist wirklich ein hohes Gut. Dazu wollen wir auch mit getrennten Chefredaktionen beitragen. Audio ist nicht Fernsehen und umgekehrt. Wer sich mit Informationsradio auskennt, weiss das. Beim MDR war ich bei der Lancierung der ARD-Audiothek dabei und habe gesehen, wie wichtig es ist, Audio eine eigene Identität zu geben.

MEDIENWOCHE:

Wird SRF auch eine Audiothek aufbauen nach ARD-Vorbild?

Nathalie Wappler:

Wie wir Audio präsentieren und die vielen guten Inhalte, die wir produzieren, besser anbieten können, das ist eines meiner grossen Ziele. Damit können wir Audio nochmals stärken. Mit der «Radiohall», wo das heutige Studio Brunnenhof am Standort Leutschenbach hinkommt, schaffen wir die Voraussetzungen dafür, genau das zu machen.

MEDIENWOCHE:

Wie soll sich die Radio-Information in Zürich entwickeln?

Nathalie Wappler:

Der Newsroom bietet ein enormes Potenzial für Audio. Es wäre eine unglaublich gute Gelegenheit, ein Radioprogramm aus dem Newsroom zu produzieren, auch um aktueller zu sein. Ich stehe jeden Morgen mit SRF 4 News auf und höre den Sender sehr gern. Ich glaube aber, mit der Integration in den Newsroom könnte der Sender noch schneller auf Aktualität reagieren. Das ist überhaupt kein Vorwurf an die Kolleginnen und Kollegen von SRF 4 News. Mit den Möglichkeiten, die der neue Newsroom und auch die RadioHall bieten, gibt es viel mehr Optionen für neue Audioformate, zum Beispiel auch für die Produktion von weiteren Info-Podcasts. Was das für die einzelnen Redaktionen genau heisst, wird jetzt im publizistischen Konzept erarbeitet.

MEDIENWOCHE:

Wann kommt dieses Konzept und was steht drin?

Nathalie Wappler:

Das Konzept müsste bis Ende Sommer vorliegen. Wenn ich heute etwas zum Inhalt sagen würde, dann könnte das als Forderung missverstanden werden, die Arbeitsgruppe solle zu einem bestimmten Schluss kommen. Es gibt aber schon ein paar Sachen, über die ich mich freuen würde. Ich hoffe doch, dass man die Chancen eines Newsroom-Radios sieht. Das würde ich begrüssen.

«Hinter dem Entscheid eines Teilumzugs des Studios Bern stehe ich, und dabei geht es keineswegs um ein Zurückstufen.»

MEDIENWOCHE:

Den Entscheid, das Studio Bern zurückzustufen und die Radioinformation zum Fernsehen nach Zürich zu verlegen, haben SRG und SRF immer als alternativlos dargestellt. Von einem Service-public-Unternehmen könnte man erwarten, bei derart elementaren Fragen ernsthafte Alternativen zu prüfen.

Nathalie Wappler:

Hinter diesem Entscheid eines Teilumzugs stehe ich, und dabei geht es keineswegs um ein Zurückstufen. Aufgrund meiner Erfahrungen mit dem neuen Studio in Basel weiss ich, dass es innerhalb eines so grossen Projekts immer Veränderungen gibt mit Optionen und Alternativen. Ich weiss noch, wie die Mitarbeitenden der Abteilung Kultur in Zürich reagierten, als wir ihnen mitteilten, dass sie künftig in Basel arbeiten werden. Nie nach Basel, hiess es bei einigen. Heute findet eine Mehrheit das Projekt lässig und wird in Basel arbeiten. Es ist nicht alles festbetoniert. Die Dinge können und sollen sich entwickeln.

MEDIENWOCHE:

SRG-Generaldirektor Gilles Marchand hat ein ziemliches Tempo angeschlagen für den Umbau des Unternehmens. Besteht die Gefahr, dass Du von diesem Tempo überrollt wirst?

Nathalie Wappler:

Nein, zum einen war ich schon im Januar und Februar bei der SRG und hatte Zeit, mich mit den einzelnen Dossiers vertraut zu machen. Ich konnte mich in dieser Zeit auch schon als Gast in den Geschäftsleitungssitzungen der SRG einbringen. Ich fühle mich überhaupt nicht überrollt. Zum anderen ist das Tempo nun mal so hoch, auch wegen dem Sparpaket. Es geht um 100 Millionen Franken. Am 4. März 2018 war klar, dass das Sparprojekt kommt. Wir stehen da in der Pflicht, es ist ein ambitioniertes Projekt mit einem straffen Zeitplan.

MEDIENWOCHE:

Schweizer Radio und Fernsehen haben nur dann eine Existenzberechtigung, wenn auch künftige Generationen das Angebot nutzen. Gleichzeitig darf SRF auch das ältere Stammpublikum nicht vergraulen. Wie gelingt der Spagat?

Nathalie Wappler:

Indem wir uns immer wieder verändern. Indem selbst Dinge immer wieder angepasst werden, an die man sich gewöhnt hat. Nehmen wir «10vor10», «Schweiz aktuell» oder die «Diskothek» – die Sendungen sehen heute nicht mehr so aus wie vor 20 Jahren. Es gibt laufend Veränderungen im Programm. Wir haben traditionelle Formate wie die «Sternstunde» weiterentwickelt, das Publikum eingebunden, so dass die Sendungen auch ein jüngeres Publikum ansprechen. Ich war neulich im «Literaturclub». Der ist fast immer ausverkauft und es kommen Jung und Alt. Wir müssen ein Programm bieten, bei dem alle etwas für sich herausnehmen können. Das gelingt uns auch bei der jungen Zielgruppe ganz gut, wo wir Marktführer sind. Von wegen «die erreichen die Jungen nicht mehr».

MEDIENWOCHE:

In deiner noch jungen Amtszeit hast du beim Fernsehen schon ein paar Programmentscheide gefällt. «Glanz & Gloria» wurde etwa umfirmiert zu «Gesichter & Geschichten». Warum?

Nathalie Wappler:

Die Kolleginnen und Kollegen haben schon lange an dieser Neuausrichtung gearbeitet, die ich gut nachvollziehen kann. «Glanz & Gloria» hat schon in den letzten Jahren immer stärker gesellschaftliche Fragen thematisiert. Mit dem neuen Namen werden wir dem Inhalt besser gerecht. Ich finde den Entscheid richtig. Die Sendung wird auch länger, damit wir mehr in diesem Feld abdecken können. Ich glaube, das entspricht auch einem Bedürfnis.

«Sandro Brotz machte bisher einen super Job und ich freue mich auf ihn in der ‹Arena›.»

MEDIENWOCHE:

Auch die Nachfolge von Jonas Projer als «Arena»-Leiter hast du bestimmt. Mit Sandro Brotz tritt ein bewährter Moderator und Journalist in Projer Fussstapfen. Warum keine Frau?

Nathalie Wappler:

Ich finde, es geht immer darum, die beste Person zu finden, die auch zur Verfügung steht. Ich habe alle Castings gesehen. Sandro Brotz machte bisher einen super Job und ich freue mich auf ihn in der «Arena», weil ich glaube, dass man ihn da noch einmal anders kennenlernen wird.

MEDIENWOCHE:

Kürzlich leistete sich Roger Schawinski in seinem Talk einen Fauxpas, indem er eine Prostituierte dazu bringen wollte, sich über einen möglichen Missbrauch durch ihren Vater zu äussern. Wäre nicht zumindest eine Entschuldigung durch SRF oder Roger Schawinski angebracht gewesen?

Nathalie Wappler:

Da bei der Ombudsstelle schon mehrere Beschwerden eingegangen sind, will ich der Stellungnahme der Redaktion und dem Entscheid des Ombudsmanns nicht vorgreifen.

MEDIENWOCHE:

In den nächsten Jahren wird die Nutzung der linearen Radio- und TV Programme weiter abnehmen. Das Angebot von SRF wird, wenn schon, vermehrt auf Plattformen nachgefragt. Welche Strategie verfolgt hier SRF?

Nathalie Wappler:

Wichtig ist zuerst einmal, dass wir auf allen relevanten Plattformen vertreten sind mit unseren Inhalten. Genauso gilt es aber, die eigenen Plattformen zu stärken. Das Kräfteverhältnis zwischen SRF und Facebook ist natürlich ein ungleiches. Mit dem SRG-Player für Film und Video, an dem wir arbeiten, wollen wir unsere Position ausbauen. Was noch fehlt, ist eine Plattform für Audio. Diese Lücke könnte man mit einer Audiothek schliessen.

«Im Gegensatz zu privaten Medien kommerzialisieren wir die Daten nicht, das ist der entscheidende Punkt.»

MEDIENWOCHE:

Die Interessen von öffentlichen und privaten Medien kollidieren im Digitalen immer stärker. Was trägt SRF zu einem möglichst konfliktfreien Neben- und Miteinander bei?

Nathalie Wappler:

Wichtig finde ich gute Partnerschaften, zum Beispiel die Login-Allianz.

MEDIENWOCHE:

Das würde aber heissen, dass SRF-Inhalte nur noch mit einem Login zugänglich wären.

Nathalie Wappler:

Klar, man gibt seine Daten preis bei einem Login. Aber im Gegensatz zu privaten Medien kommerzialisieren wir die Daten nicht, das ist der entscheidende Punkt, den ich extrem wichtig finde. Uns hilft es aber zu erfahren, wer unser Angebot wie nutzt. Nur so können wir auf unseren Plattformen bessere Angebote machen und dem Nutzer die Breite unserer Produktion zeigen. Wichtig dabei ist, dass wir den Leuten nicht nur das empfehlen, was sie schon interessiert. Wenn jemand vorzugsweise Serien schaut, schlagen wir ihm auch mal Nachrichten vor. Aber dafür müssen wir das Nutzungsverhalten kennen.

MEDIENWOCHE:

Du bist auf Twitter. Seit dem Stellenantritt als SRF-Direktorin am 18. März hast du nichts mehr geschrieben. Warum?

Nathalie Wappler:

Ich lese immer noch regelmässig auf Twitter mit. In der Vergangenheit habe ich viel auf Artikel hingewiesen, die ich gelesen habe. Das geht jetzt nicht mehr so leicht. Wenn ich etwa twittern würde, dass ich in der taz einen spannenden Artikel gelesen habe, gäbe es Diskussionen, warum ich auf diese Zeitung hinweise und nicht auf eine andere. Darum halte ich mich jetzt auf Twitter zurück.

Das Gespräch fand am 16. April 2019 in Basel statt.

Bild: SRF/Oscar Alessio

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Leserbeiträge

Pro Radiostudio Bern 26. April 2019, 07:39

Wir sind schon ein bisschen erstaunt! Unsere Direktorin habe in Bern Personen getroffen, denen es nicht schnell genug gehen könne mit dem Umzug. Die Erinnerung trügt hier. Fakt ist:

Es gab beim Besuch in Bern zwei direkte Treffen zwischen Nathalie Wappler, Andrea Hemmi und Personal-Vertreterinnen und -Vertretern: Eine Gruppe mit Umzugsgegner/innen und eine sehr kritische Gruppe, die digitale Projekte betreut.

Zudem gab es ein drittes Treffen im Plenum auch mit der Chefredaktion. An keinem dieser drei Treffen war die Äusserung zu hören, der Umzug erfolge zu wenig schnell.

Wir waren damals überrascht, dass Nathalie Wappler vom Umzugstermin 2022 sprach. Inzwischen hat man wieder zurückbuchstabiert und den Termin auf Frühling 2021 angesetzt, ist aus Leutschenbach zu hören. – Ein wildes Hüst und Hott. Von Anfang an in diesem Projekt. So ist das.

Interessant ist, dass erst jetzt ein publizistisches Konzept entwickelt wird. Das ist das Eingeständnis, dass der Umzugsentscheid letzten Herbst ohne publizistische Vision getroffen worden ist.

Was uns freut: Das Bekenntnis zum Audio und Radio. Wir sind aber der Überzeugung: Wir produzieren ein spannenderes und vielfältigeres Programm, wenn die Redaktionen dezentral organisiert sind. Das gehört zu einem modernen Service public, der in allen Regionen verankert sein will.

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Alex Schneider 30. April 2019, 18:08

Was soll bei SRF mit der neuen Chefin besser werden? In Art. 93 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV) heisst es: „Radio und Fernsehen tragen zur Bildung und kulturellen Entfaltung, zur freien Meinungsbildung und zur Unterhaltung bei“. Ich frage mich, wieso die permanente Ausstrahlung von Kriminal-, Gewalt-, Horror- und zynischen Sendungen und Trailern bildungsmässig und kulturell wertvoll sein sollte.Auto- und Töffrennen etwas zur Bildung von verantwortlichen Motorfahrzeuglenkern beitragen sollte.SVP-Bashing Sendungen wie Late Update oder Zytlupe etwas zur freien Meinungsbildung beitragen sollte. SRF ist gleichgeschaltet mit dem Sender 3sat. Dieser veräppelt konstant und langweilig hauptsächlich die AfD in Deutschland. Das Ganze kommt mir vor wie die mediale Kommunistenhatz in den 60er Jahren.

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