von Nick Lüthi

Endgültig im Appseits

Am 6. April erscheint die «Sonntagszeitung» mit neuer Struktur und im frischen Kleid. Bereits umgesetzt ist die neue Web-App. Sie ersetzt die bisherige Website und dient auf dem iPad als Alternative zur nativen App, die immer wieder für Ärger sorgt – aber vom ansonsten umfassenden Relaunch ausgenommen blieb.

Alles neu bei der «Sonntagszeitung»: Neue Blattarchitektur, neues Layout, neuer «Gesellschaft»-Bund, neue Web-App – was man halt so macht, sieben Jahre nach dem letzten Relaunch, mit einem neuen Chefredaktor und um einen Sparauftrag zu erfüllen.

Wirklich alles neu? Nicht ganz. Ausgerechnet die iPad-App bleibt vom Relaunch unberührt. Die bleibt unstabil wie eh und je. Ein letztes mageres Update gab es vor einem halben Jahr, die letzten substanziellen Neuerungen fanden im Sommer 2012 statt.

Warum ausgerechnet die iPad-App nicht in den Erneuerungsprozess einbezogen wurde, bleibt offen. Tamedia-Sprecher Christoph lässt aber durchblicken, dass dieser digitale Verbreitungskanal keine Priorität mehr geniesst. Man führe die «Sonntagszeitung»-App aber weiter, weil sie «eine treue Nutzerschaft» habe.

Was der untreue gewordene Teil der Nutzerschaft von der App hält, kann man im iTunes-Store nachlesen. Oder am Sonntagmorgen auf Twitter. Man verwünscht und verflucht die fehleranfällige Digitalausgabe. Daran hat sich über die Jahre nicht viel geändert – und wird sich wohl auch in Zukunft nichts ändern. Erst recht nicht, weil die iPad-Nutzer nun zwischen der neuen Web-Ausgabe und der alten App wählen können. Diese Wahl dürfte nicht allzu schwer fallen. Gegenüber der Katastrophen-App wirkt selbst die nicht nur nutzerfreundliche Web-App als perfekte Alternative.

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