DOSSIER mit 203 Beiträgen

Tamedia

Kosten senken ist keine weitsichtige Strategie

Stéphane Benoit-Godet, Chefredaktor der Westschweizer Zeitung «Le Temps» (Ringier/Axel Springer), wirft einen kritischen Blick auf die Unternehmensstrategie des Zürcher Medienunternehmens Tamedia. Aktueller Anlass ist die bevorstehende Einstellung der gedruckten Ausgabe der Tageszeitung «Le Matin». Der Konzern fokussiere nur auf die Kosten und sei unfähig zur Innovation: «Wenn der Umsatz sinkt, ist eine sofortige Massnahme, die Kosten zu senken. Dies ist keine langfristige Strategie. Wenn das Geschäft strukturell schrumpft, können Sie die Schere nicht alle 18 Monate hervornehmen.»

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Christoph Tonini: «Wir sind bereit, weitere Partner ins Audience-Geschäft einzubinden»

Tamedia-CEO Christoph Tonini geht davon aus, dass die Übernahme der Goldbach Group bis April abgeschlossen werden kann. Dann will er das Digitalgeschäft von Goldbach und Tamedia weitgehend bündeln. Doch um Google und Facebook Paroli bieten zu können, hält er Tamedia/Goldbach noch immer für zu klein. Tonini appellierte deshalb an weitere Schweizer Inhalteanbieter, zusammen zu arbeiten. Weiterlesen …

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Die Angst vor dem Abstieg im Haus Tamedia

Der Medienkonzern Tamedia will künftig alle bezahlten Zeitungen aus zentralen Redaktionen bedienen. In Zürich und Bern sorgt man sich um die Zukunft stolzer Zeitungen wie «Bund» und «Tages-Anzeiger».

Gut gemeint, Herr Supino

Ausgerechnet in dieser turbulenten Zeit möchte Tamedia-Verwaltungsratspräsident Pietro Supino Journalisten Nachhilfe über Medienqualität geben. Die Westschweizer gehen auf die Barrikaden.

Tamedia marschiert durch

Unbeeindruckt von allen Bedenken zieht Tamedia das im September angekündigte Projekt 2020 durch. Bern trifft dies hart, weil die «Berner Zeitung» bis jetzt noch einen eigenen Mantelteil produzierte und «BZ» und «Bund» redaktionell komplett unabhängig voneinander waren. Damit ist es endgültig vorbei: Die Umstrukturierungen gehen in hohem Tempo voran. Es gibt kein Zurück.

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Personalabbau ohne Entlassungen oder Verunsicherung als Strategie

Stehen Veränderungen an, verlassen verunsicherte Mitarbeitende ihr Unternehmen oft reihenweise, selbst wenn dieses keine Kündigungen ausspricht. Auch bei Tamedia verunsichert eine grössere Reorganisation die Belegschaft – obwohl es keine Entlassungen geben soll. Gehören bewusst gesteuerte Unsicherheiten während Veränderungen zum Kalkül der Unternehmen? Gegenüber der MEDIENWOCHE nehmen HR-Fachleute Stellung. Ende August hat das Zürcher Medienunternehmen Tamedia Weiterlesen …